Veranstaltungarchiv - im Detail

21.11.2015 bis 22.11.2015 ab 9.00 Uhr
GITEC - Forum für E-Gitarrentechnik

Gitarre und Technik – wie geht das denn zusammen?

Schon lange schauen gestandene Musiker skeptisch, wenn sich Ingenieure oder Physiker mit ihrem Instrument wissenschaftlich auseinandersetzen. Und umgekehrt sind musikalisch bewanderte Techniker oft genervt, wenn Musiker von der Magie eines bestimmten Instruments schwärmen. GITEC hat sich zur Aufgabe gemacht, diese Schnittstelle zu beackern und beschäftigt sich mit der Physik und der Musik der Elektrogitarre und ihrer Verstärkung.

Schon seit etlichen Jahren widmet sich der Regensburger Prof. Zollner diesem Thema als Wissenschaftler und als Musi­ker. Auf knapp 1300 Seiten hat er seine Erkenntnisse in Form zweier Bücher zusammengefasst und spricht dabei auch kontroverse Themen an. So hat die Frage, welche Rolle das Holz einer „Brettgitarre“ für deren Sound spielt, zu sehr unterschiedlichen und heftigen Meinungsäußerungen geführt. Auch die Frage, ob eine elektrisch verstärkte Gi­tarre über einen Röhren- oder einen Transistorverstärker zu Gehör gebracht wird, beschäftigt unzählige Gitarristen.

Im GITEC-Meeting werden nun eine Reihe von interessanten Teilthemen um die Elektrogitarre von Ingenieuren, Physikern und Musikern angesprochen. Im Gegensatz zur modellhaften Beschreibung von Phänomenen werden die Vorträge mit Live-Experimenten gewürzt und das Publikum zur Beur­teilung der verschiedenen Sounds um seine Meinung gebeten. So ganz nebenbei lernen die Musiker etwas von der zugrunde liegenden Schaltungstechnik und die Techniker Grundbegriffe der Musik.

Konkret geht die Reise von der schwingenden Saite einer E-Gitarre über den Tonabnehmer, über klanganreichernde Vorverstärker und Verzerrer in den Röhren-Verstärker. Das Signal wird dort auf höchst unterschiedliche Weise verbogen und gelangt schließlich über voluminöse Transformatoren zum Lautsprecher. Auch der stellt sich als klangfärbend heraus und am Ende gibt auch noch der Aufführungsraum „seinen Senf dazu“.

Damit aber nicht genug: Die sensorische Wahrnehmung des Klangereignisses über unser Ohr und vor allem seine Interpretation in unserem Gehirn fügt jedem Klangereignis eine persönliche Note hinzu. Dass in diesem Umfeld Mythen entstehen und manches mit naturwissenschaftlich exakten Messungen nicht vollständig beschreibbar ist, hat den Verein GITEC nicht davon abgehalten, sich mit diesem Grenzgebiet der Elektrogitarre zu befassen und „das Messbare“ herauszupräparieren.

In einer Reihe von Vorträgen zu den Themen schwingende Saite, Tonabnehmer, Verzerrer, Röhrenverstärker und einem Vortrag über den Blues widmet sich die Veranstaltung im Regensburger Lokschuppen der Physik der Elektrogitarre. Am Ende des ersten Tages können die Teilnehmer ihre Improvisationskraft und ihre musikalischen Vorlieben in einer Jam-Session zum Besten geben. Für Studierende und Mitarbeiter der Music Academy und des Music College kostet die Teilnahme für die beiden Tage 10 Euro, Anmeldung bitte über die Music-Academy oder über www.gitec-forum.de.

Mitglieder von GITEC können die Veranstaltung kostenlos besuchen. Für externe Gäste beträgt die Teilnahmegebühr 100,- €.

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